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Verrücktes aus und rund um den Drucker

 

Teil 3: Kommen Leuchtdioden künftig aus dem Drucker?

Wer kennt sie nicht, die zahlreichen bunt blinkenden Reklametafeln und leuchtenden Anzeigen in Städten wie Tokio oder New York. Die Fassaden der Häuser erstrahlen in einem farbenfrohen und beeindruckenden Lichterschein - und ziehen so manchen Blick auf sich.



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Blinkenden Reklametafeln und leuchtenden Anzeigen gehören auf jeden Fall zu den Sehenswürdigkeiten, die in New York City oder in Tokio besichtigt werden. Gibt es für diese strahlenden Lichter bald noch weitere Möglichkeiten?

 

Durch den momentanen Stand der Entwicklung im Bereich der organischen Leuchtdioden ist es möglich, dass diese Reklametafeln, Anzeigen und Plakate bald auch gebogen und sehr flach sein können - und somit nahezu jede Oberfläche als Bildschirm genutzt werden kann.


Wissenschaftler betrachten es als realistische Zukunftsmusik, dass auch Bildschirme oder Displays ebenso wie Verkehrsbeschilderungen bald aus diesen dünnen organischen Leuchtdioden (OLED) bestehen und somit elektrisch erleuchtet werden könnten - und das, obwohl sie sehr flach sind.

 

Der besondere Clou dabei ist, dass es Forschern des Fraunhofer-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer MBRAUN gelungen ist, eine Fertigungsanlage zu entwickeln, mit der die OLEDs direkt auf das Trägermaterial gedruckt werden können.

 

Das Aufdrucken der einzelnen Dioden geschieht Lage für Lage, wodurch eine sehr gleichmäßige Schicht entsteht. Je dichter die einzelnen OLEDs auf das Trägermaterial aufgebracht werden, desto besser sind natürlich die Auflösung des Bildschirms und somit selbstverständlich auch die Qualität der dargestellten Graphiken.

 

Die Unternehmen Seiko Epson und Merck haben sich ebenfalls mit der Entwicklung druckbarer OLEDs beschäftigt und Erfolge verzeichnet. So konnten sie demonstrieren, dass es mit Hilfe der Funktionsweise eines Tintenstrahldruckers möglich ist, funktionstüchtige Displays aus organischen Leuchtdioden zu drucken. 

 

Gehört es bald zu unserem Alltag, dass Bildschirme so biegsam und flexibel sind, dass sie ein- und ausgerollt werden können? 

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Damit der Druck von Erfolg gekrönt ist, muss die Tinte gewisse Eigenschaften aufweisen. So müssen sich die zur Herstellung der OLEDs benötigten Stoffe in ihr lösen können - denn nur so können sie exakt gedruckt werden. Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Aspekt ist die Tatsache, dass funktionstüchtige OLEDs entstehen müssen, die nach dem Trocknungsprozess ohne Probleme genutzt werden können.

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Erstklassige Bilder und kontrastreiche Farbverläufe werden durchdie OLEDs erreicht – dabei ist es (nahezu) egal, aus welchem Blickwinkel auf den Bildschirm geblickt wird…

Ziel der gerade genannten Unternehmen ist die Bereitstellung von gebrauchsfähigen OLED-Tinten, die wie gewöhnliche Patronen an bestimmte Firmen geliefert werden sollen. Die OLEDS bieten eine Vielzahl an Vorteilen: Anders als bei LCD-Bildschirmen wird hier keine Hintergrundbeleuchtung mehr benötigt, was natürlich für eine Reduktion des Stromverbrauches und somit für eine Energieeinsparung sorgt. Des Weiteren wird durch die neu entwickelte Drucktechnik kein Vakuum mehr benötig, um die organischen Leuchtdioden aufzutragen.

 

Hierdurch, ebenso wie durch die Tatsache, dass die spezielle Tinte durch die Düsen des Druckers zielgenau auf das Trägermaterial aufgetragen werden und so ein Materialverlust vermieden werden kann, können die Herstellungskosten radikal reduziert werden. 

Die gedruckten und sehr flachen OLEDs ermöglichen nicht nur einen finanziellen Vorteil, sondern bringen auch einen Mehrwert bei der Betrachtung ebendieser Bildschirme oder Anzeigentafeln mit sich.  Die OLEDs leuchten selbständig und sorgen so für besonders ausdrucksstarke Farben und kontrastreiche Bilder – und das aus nahezu jedem Betrachtungspunkt.

 

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Sie haben Lust auf weitere interessante Innovationen und Erfindungen? Diese finden Sie in den anderen Teilen unserer Serie „Verrücktes aus dem Drucker“:

 

 

 
 

 

Bildquellen:www.shutterstock.comwww.istockphoto.comLuciano Mortula