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Drucken mal lecker!

 


Der vor kurzem noch relativ neutrale Begriff Drucker bekam in den letzten Jahren ein neues Gesicht. Dank der 3D-Druck Technologie verknüpft man das Gerät nicht mehr nur mit beschwerlichen Papierstau oder Austausch von Druckerpatronen, sondern auch mit Design, Mode oder Kunst. Mittlerweile ist der Drucker eine Zaubermaschine, die in der Küche zu finden ist und uns etwas Leckeres liefert  wunderschöne Zuckerdekorationen, Pfannkuchen in Form des Eifelturms oder eine herrliche Pizza – alles für die Sinne.

 

Die „3D-Essensdrucker“ können immer mehr und die Köche und Konditormeister nutzen das Potenzial der neuen Technologie zunehmend. Die beeindruckenden 3D-Ergebnisse aus dem Drucker sind nicht nur ein ideales Fotomotiv für Foodporn-Junkies, sondern auch ein richtiger Leckerbissen, der noch dazu ästhetisch ansprechend und sehr appetitlich aussieht.

 

Meisterhafte Süßigkeiten aus dem 3D-Drucker


Die amerikanische Firma 3D Systems – einer der größten 3D-Druckerhersteller – hat uns vor kurzem wieder überrascht – und zwar mit zwei revolutionären Druckgeräten für Lebensmittel. Die neuen Modelle heißen ChefJet 3D und ChefJet Pro 3D und schaffen es mit ein wenig Pulver, Wasser und Alkohol Süßigkeiten aus Zucker und Schokolade zu drucken: Besser gesagt kleine, leckere Kunstwerke. Die 3D-Drucker erstellen Bonbons, Zuckerwürfel, Skulpturen für Hochzeitstorten oder andere essbare Dekorationen in allen möglichen Formen. Zu beachten sei, dass der ChefJet 3D nur einfarbig druckt, während die Pro-Version die verschiedenen Objekte auch in Farben liefern kann.


Die beiden Geräte sind hochprofessionelle Küchenmaschinen, die durch ihren hohen Preis (zwischen 3600 und 7300 EUR) und die breiten Einsatzmöglichkeiten nicht in einem Privathaushalt, sondern vor allem in großen Bäckereien, Konditoreien, Restaurants und bei Pralinenhändlern Anwendung finden.

 


 
ChefJet 3D

ChefJet ist auf einfarbige Zuckerstrukturen beschränkt, trotzdem machen die aber einen großen Eindruck

 

Der Druckvorgang bei ChefJet 3D und ChefJet Pro ähneln den Methoden, die in den klassischen 3D-Geräten zum Einsatz kommen. Einzig der Druckstoff unterscheidet sich voneinander. Statt herkömmlichen Kartuschen mit Kunststoff brauchen die beiden Drucker feines Schokoladen- oder Zuckerpulver.

 

Zuerst wird das Pulver auf der Druckoberfläche sorgfältig verteilt und dann mit einem hauchdünnen Wasserstrahl gelöst. Schließlich wird die Masse mit etwas Alkohol wieder gefestigt. Das Drucken einer ca. 2,5 cm großen Süßigkeit dauert ungefähr eine Stunde. Die beiden Drucker werden zusammen mit einem digitalen Kochbuch geliefert, in dem man Inspirationen für viele kreative Experimente mit dem Essensdrucker von 3D Systems finden kann.

 

 

 

 

Die Idee dieser 3D-Drucker kommt ursprünglich von einem jungen Ehepaar aus Los Angeles. Liz und Kyle von Hasseln sind zwei Architekten, die in ihrer Studentenwohnung keinen Ofen besaßen und so auf die Idee kamen, einen Geburtstagskuchen für eine Freundin mit einem 3D-Gerät zu drucken. Das Ergebnis war so imposant, dass Sie weiter mit dem 3D-Druck von Lebensmitteln experimentierten und gleich nach Abschluss des Studiums The Sugar Lab gründeten – ein auf das Gestalten der individuellen Leckereien spezialisiertes Start-Up Unternehmen. Es wurde im letzten September von 3D Systems übernommen und seitdem kümmert sich das Paar um die Weiterentwicklung der Food Products. Sehr erfolgreich, wie die im Internet für Furore sorgenden „essbaren“ Kunstwerke beweisen. 

 


 
ChefJet 3D

Mit dem ChefJet Pro Drucker kann man auch in Farbe drucken

Einmal Pfannkuchen aus dem Drucker, bitte!

Inspiriert von seinen zwei Kindern kam Ingenieur Miguel Valenzuela auf die Idee für den einen Lego-Drucker für Pfannkuchen – PancakeBot – zu kreieren. Die Geschichte, die dahinter steckt, ist herzerwärmend: Valenzuela soll seinen zwei Töchtern von einem Prototyp erzählt haben. Die zwei waren absolut begeistert und wünschten sich ein entsprechendes Gerät – aus Lego. Valenzuela nahm diese untypische Herausforderung an. Mittlerweile begeistern die leckeren Pfannkuchen in verschiedenen Formen kleine und große Pfannkuchen-Fans.


 
 PancakeBot

Der PancakeBot II sieht wie eine moderne, professionelle Küchenmaschine aus

 

Die erste Version von PancakeBot wurde vor einigen Jahren tatsächlich aus LEGO gebaut. Zum Einsatz kamen außerdem eine leere Ketchup-Flasche und andere Bestandteile, die nicht nur Ingenieure zu Hause haben. 

 


 
 PancakeBot

PancakeBot noch als LEGO-Konstruktion
 

Der vor kurzem vorgestellte PancakeBot II ist ein Weiterentwicklung seines Vorgängers und dementsprechend ein professionelles Gerät: das Gehäuse besteht aus Acryl und besitzt zwei Schrittmotoren, die den Teig nach einer Vorlage verteilen. PancakeBot II arbeitet schneller als sein LEGO-Prototyp und die Zubereitung der Pfannkuchen in der gewünschten Form ist wesentlich einfacher als sie per Hand zu formen. Das Ergebnis sind hauchdünne Leckerbissen wie zum Beispiel ein Reiter auf einem galoppierenden Pferd oder der Eiffelturm.

 

 

Tip: Auf der Website von PancakeBot gibt es ein einzigartiges Rezept von Martha Steward (Amerikas beste Hausfrau), so dass die gedruckten Pfannkuchen nicht nur außergewöhnlich aussehen, sondern auch ganz köstlich schmecken.

 

Foodini: 3D-Drucker druckt auch Abendessen

Wer glaubt, dass die 3D-Geräte nur Süßspeisen drucken können – liegt falsch. Nicht nur die großen Konzerne – wie etwa Oreo oder Barilla – beschäftigen sich intensiv mit der Produktion von Rohstoffe für 3D-Nahrungsmitteln. Immer mehr kleinere Unternehmen arbeiten fleißig daran, die für das Drucken des Essens optimierten Geräte auf den Markt zu bringen. So macht es auch Natural Machines, ein spanisches Unternehmen, das mittlerweile zu einem Experten im Bereich Nahrungsmittel aus dem 3D-Drucker geworden ist. Möglich gemacht hat das vor allem Foodini – ein 10 Kilogramm schwerer Kasten, der außergewöhnliche Kochkenntnisse besitzt und in kürzester Zeit eine leckere Pizza zubereiten kann.

 

 

 

Das Gerät, das nicht größer ist als eine Standard-Mikrowelle, besitzt einen 7 Zoll-Touchscreen, mit dem es möglich ist, sich mit der Foodini-Online-Community zu verbinden und darüber für das Gerät geeignete Rezepte zu erhalten. Man wählt das Rezept, füllt die fünf ‚Kartuschen‘ (je mit Volumen von 123 Milliliter) mit den frischen Lebensmitteln und dann kann es losgehen.

 

Das Menü von dem 3D-Drucker ist zwar noch etwas begrenzt, es reicht aber schon für einige appetitlich Gerichte. In den Videos auf der Website von Natural Machines lassen sich leckere ‚Ausdrucke‘ bewundern. Obwohl Foodini Spanischer Abstammung ist, steht er scheinbar eher auf italienische Küche: In wenigen Minuten druckt er eine viel versprechende Pizza oder ebenfalls gut aussehende Ravioli. Genauso schnell kommen auch kleine Kunstwerke für Suppenkasper: Spinach Quiche oder Nuggets in ganz verrückten Formen.


 
 foodini drucker

Spinach Quitche all'Dinosaurier? - Für den 3D-Drucker ist das kein Problem!

Keine Küche ohne 3D-Drucker?

Wird denn nun die Mikrowelle durch einen 3D-Drucker ersetzt? Für die Nahrungsmittel aus dem 3D-Drucker interessiert sich zurzeit vor allem die NASA, die ihren Astronauten auf Langzeitmissionen lieber einen 3D-Drucker als einen vollen Kühlschrank mit auf den Weg geben würde.  Interesse zeigen auch Werbeagenturen, die das ‚gedruckte‘ Essen in ihren Katalogen oder Werbespots besser visualisieren können. Der durchschnittliche Verbraucher bleibt einstweilen bei den im besten Fall selbst gekochten oder selbst erwärmten Mahlzeiten – man darf gespannt sein, was die Zukunft noch mit sich bringt. 

 

 
 

 

Bildquellen:© www.3dsystems.com© www.pancakebot.com© www.naturalmachines.com